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  <channel>
    <title>Viel-Sicht-Blog_Nils-W-Braem</title>
    <link>https://www.viel-sicht.net</link>
    <description>Blog-Artikel zu Themen Konflikte, interkulturelle Kommunikation, Missverständnisse, Kulturaustausch, Lösungen, Reden, Einigung, Mediation, Integrierte Mediation®, systemische Nachhaltigkeit</description>
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    <item>
      <title>Wie Deine Stimme und Deine Beziehung zu ihr Konfliktsituationen beeinflusst.</title>
      <link>https://www.viel-sicht.net/wie-deine-stimme-konfliktsituationen-beeinflusst</link>
      <description>Wie Du Deine Stimme pflegen kannst - und damit Konfliktlösungen günstig beeinflussen.
Als Konfliktbeteiligter - und als Mediator/in</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mediation – Stimme – Harmonie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hast Du Dir schon einmal überlegt, dass Dein aktueller Konflikt (auch) durch Deine Stimme beeinflusst werden könnte?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/acfe30f8cb5145b1921024d067b5c91a/dms3rep/multi/man-woman-discussing_pexels_cc0_jopwell-2422280_2023-09-24_1200x903pxl_72dpi.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Verlauf von Konflikten, also deren Entstehung, Wahrnehmung, Verarbeitung und bestenfalls Lösung, gibt es eine Vielzahl möglicher Hürden und zahlreiche Lösungsansätze und Wege darüber hinweg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Einflussgrösse, die wir in der Konfliktlösung selten bedenken, ist die Sprechstimme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da ist einerseits die Stimme unseres Gegenübers, im Konflikt des Kontrahenden, auch als Feind empfunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir kennen die Aussage: „Ich kann seine/ihre Stimme nicht mehr hören.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da ist oft etwas dran, das fällt mir auch als Coach, Kursleiter oder Mediator immer wieder auf. In dieser Rolle muss auch ich mit dem Stimmklang meiner Gegenüber zurechtkommen, ihn dazu oft aktiv (Selbstmediation!) verarbeiten, um nicht auf Gefühls-Abwege zu geraten, mich stattdessen gedanklich zu öffnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was uns selber kaum auffällt: unsere eigene Stimme hat ebenso einen wichtigen Einfluss auf die Gesprächssituation und auf die gesamte Konfliktlage.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Meine Stimme schepperte schon immer“ – „ich konnte noch nie singen“ – „ich musste schon im Musikunterricht immer still sein“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           … und andere Glaubenssätze aus Kindheit und Jugend verpfuschen vielen Menschen das Verhältnis zur eigenen Stimme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als studierter Musiklehrer und (Jugend-)Chorleiter mit Hauptfach Gesang sage ich: Musiklehrer und andere Lehrer, die solche Glaubenssätze angelegt haben, haben die mentale und körperliche Gesundheit ihrer Schützlinge genauso verletzt, wie es durch „nichtmusikalische“ Gewalt getan wurde und wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurzfristig – und im Hinblick auf einen aktuell heissen Konflikt - lässt sich das Verhältnis zur eigenen Stimme vielleicht nicht wesentlich verändern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei wiederholt auftretenden Konfliktsituationen rate ich umso mehr, langfristig mit professioneller Hilfe an der Stimme zu arbeiten. Sie kann mittel- und langfristig Schlüssel dazu sein, die Eskalation von Konflikten etwas abzumildern. Oder sie sogar ganz abzuwenden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was kannst Du ändern?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werde aktiv. Wende Dich an einen Profi.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch halt: das ist leicht gesagt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur eigenen Stimme führen tatsächlich viele Wege, nicht zwingend der direkte über die Stimme selbst. Auch Entspannungstechniken oder Yoga können helfen, der Verzicht auf Rauchen und Alkohol wirken sich ebenso auf die Geschmeidigkeit des Stimmorganes und dadurch auf den Klang aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und hör Dich um, ob Menschen in Deiner Umgebung einen besseren Zugang zu ihrer Stimme gefunden haben. Frag sie ruhig, wie sie das gemacht haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschauen und Nachahmen war schon immer eine wirksame Lernmethod. (Nur in der herkömmlichen Schule wird das leider bis heute meistens abgewöhnt).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig: wag es, auszuprobieren. Es gibt keine einzigwirksamen Wege.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Genauso, wie in der Mediation keine vorgestanzten Lösungen angeboten werden, sondern jede Konfliktlösung durch individuelle Erörterung und Vereinbarung gesucht und oft gefunden wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und hier doch noch ein paar Tipps, ruhig selber auszuprobieren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hast Du schon einmal jemanden getröstet?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stell Dir eine solche Situation vor und sprich im Selbstgespräch (keine Angst, das ist völlig gesund, solange Du das selber steuerst bzw. wahrnimmst!) mit einem „Übungsgegenüber“ (z.B. einem Teddybären oder dgl.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie fühlt sich das an? Hast Du Dir zugehört? Wie denkst Du, dass sich Deine Stimme anhörte?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig ist, dass Deine Stimme ins Fliessen kommt. Und sich idealerweise ein Bisschen besser anfühlt als vorher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und vergleich Deine Stimme immer nur mit Deiner Stimme, nicht mit derjenigen einer Frau Fischer und auch nicht eines Herrn Domingo
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie wirkt Stimme?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oh, nicht ganz simpel!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich sind Tonhöhe und Lautstärke von Bedeutung, aber auch der Atemdruck.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine kleine Übung zum Atemdruck: Sparsame Atmung ohne Atemnot bedeutet im Allgemeinen, dass der Stimmdruck passt. Sprich dazu irgendetwas vor einer brennenden Kerze. Wenn sie gar nicht oder nur wenig flackert, ist alles bestens. Geht sie aus, ist entweder Dein Stimmdruck zu hart oder Deine Stimme verhaucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und nimm Dir Zeit zum Sprechen. Das tut Deiner Kompetenzausstrahlung normalerweise keinen Abbruch. (Du hast so sogar mehr Zeit, gute Gedanken zu sortieren und zu äussern.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du findest viele weiteren Übungen dazu in praxisorientierten Fachbüchern oder auch im Internet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch hier: Ausprobieren im Sinne ernsthaften Spielens, wie es kleine Kinder tun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du denkst jetzt bestimmt, ich hätte DIE perfekte Stimme …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
             … doch weit gefehlt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe tatsächlich schon Beschwerden bekommen wegen meiner Stimme und es haben sich wiederum schon Menschen in meine Stimme verliebt (bzw. durch meine Stimme in mich). Beides kann problematisch sein. Das zweite immerhin auch dann und wann schön.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein bevorzugter Gradmesser sind Tiere!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe schon etliche nicht ungefährliche Situationen mit Tieren erlebt, etwa mit einem panischen Pferd oder mit Strassenhunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine tiefe Stimme (bei der die Stimmbänder sehr entspannt sind), ist eines meiner wichtigsten bewussten Instrumente.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ich rede auch mit meinem tierischen Gegenüber genauso, wie mit einem Menschen. Nix Babysprache oder dergleichen! Denn dadurch wird auch der Stimmklang zumeist lächerlich und infolge nicht mehr ernstgenommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leicht gesagt, wenn das Herz in der Hose und der Puls im Hals sitzen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch genau darum geht es: sich gedanklich so zu zentrieren, dass dieses Gefühl von Angst, Bedrohtsein oder sogar Panik wenigstens ein Stück weit kompensiert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Kannst Du Dich erinnern? Ich habe oben auch Yoga als Möglichkeit aufgeführt, die Stimme zu pflegen.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kann sagen: Es funktioniert!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht immer alleinwirksam, aber immer mindestens als wichtige Zutat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wünsche Dir viel Geduld, Amusement und Erfolg beim Üben und Anwenden!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 03 Jul 2024 21:07:36 GMT</pubDate>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/acfe30f8cb5145b1921024d067b5c91a/dms3rep/multi/Kraehen_crow-55707_pixabay_cc0_ArtTower_2023-09-24_1200x800pxl_72dpi.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Upgrade: Kollaboratives Lernen von Björn Nölte - Rezension</title>
      <link>https://www.viel-sicht.net/upgrade-kollaboratives-lernen-von-bjoern-noelte-rezension</link>
      <description>Upgrade: Kollaboratives Lernen - Björn Nölte - Rezension
Zeitgemässe Arbeitsformen in der Schule, Bildung muss vorwärtsgehen.
Kollaboration vs. Kooperation,
Lehrer, Fortbildung, Studienseminar, Methodik, Didaktik, Pädagogik, schülergerecht, hirngerecht, schülerzentriert, zukunftsfähig, Gegenwart, Material</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Kollaboratives Lernen“ – unterrichtsrelevantes Vorwärtswissen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/acfe30f8cb5145b1921024d067b5c91a/dms3rep/multi/blog_noelte_kollab-lernen_rezens-cover-02_NWB_gpointstudio_freepik-com_2023-01-19.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fachautor Björn Nölte legt mit diesem 160-Seiten-Bändchen in der Reihe „Upgrade“ ein Vademekum, einen Leitfaden vor für zukünftige und aktive Lehrer und all jene, die in irgendeiner Form in der Lehre tätig sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Kurzbeurteilung voran:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Das Bändchen darf als unverzichtbar in einer zeitgemässen Lern- und Arbeitskultur angenommen werden, richtig toll gelungen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Inhalt basiert auf Erfahrungswissen des Autors, denkt und unterstützt Bildungsarbeit und speziell Schule in absolut praxisorientierter Weise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf jeden Fall empfehlenswert!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufbau und Inhalt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Buch lässt sich grob in drei Teile gliedern:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angefangen von der Begriffserläuterung und Abgrenzung der Kollaboration zur Kooperation über verschiedene Kollaborationsmodelle geht Nölte in einem zweiten Teil sehr schnell in die praktische Umsetzung dieser Lernform hinein. Diagnostizieren kollaborativen Lernens und die Bewertung kollaborativer Leistung finden dort in plastisch-praktischer Weise ihren Platz und schliessen die Klärung damit verbundener Spannungsfelder mit ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hilfreich sind die Hinweise auf verschiedene Bewertungsaspekte und inhärente Herausforderungen, etwa Prozess-Beurteilung und Produktbeurteilung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zudem stellt der Autor konkrete und erfolgreich angewandte Erfahrungsbeispiele Dritter vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass die Handreichungen Nöltes praktikabel sind, kann der Rezensent auch aus eigener kollaborativer Unterrichtspraxis in Fächern wie Musik, Theaterpädagogik, kreatives Schreiben im Sprachunterricht, aber auch aus der Projektarbeit ohne Themeneinschränkung bestätigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Methodisch ist dieses Buch wirklich ein tolles Hilfsmittel!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kollaboratives Arbeiten als Haltung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem dritten Bereich beschreibt Nölte, wie die kollaborative Arbeit anhand darauf ausgerichteter Schulkonzepte in der Praxis funktionieren kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Eigentlich geht es dabei ja nicht nur um Einzelmodule oder –Fächer, sondern im Prinzip um eine grundlegende Lern-, Arbeits-, Lehr- und Lebenshaltung.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er greift hierzu Hintergrundwissen auf, das wir aus der Psychologie sowie aus verschiedenen allgemein bekannten Studien kennen – kennen sollten – und leuchtet die Themen Beziehung und Status ganz besonders mit Schweinwerfern an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Abschnitt mündet dann in Kapiteln, in denen es um eigenes Wissens- und Kollaborationsmanagement geht. Der Autor gibt auch hier konkrete und funktionierende Handreichungen zur Umsetzung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           einsatzbereites Download-Material
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schliesslich findet der Leser einen Hinweis auf das Download-Material. Dieses knüpft harmonisch an den Buchinhalt an, bietet erläuternde Vertiefungen, stets sehr übersichtlich, didaktische Handreichungen sowie 1:1-Vorlagen für den praktischen Unterricht. Nicht zu vergessen: Online-Tools, die als Hilfsmittel in Funktionsweise und Einbindung in die praktische Arbeit vorgestellt werden sowie umfangreiche weiterführende Links.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plädoyer an Lehrtätige
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Plädoyer des Rezensenten an alle Fortbildner, inkl. Hochschullehrer und Studienseminarleiter: integriert in der Arbeit mit diesem Buch stets den Aspekt, welche Aufgaben bei den kollaborativen Prozessen das schulische Verwaltungspersonal (Hausmeister, Sekretariatsmitarbeiter etc.), Mitarbeiter der örtlichen Gebäudeverwaltung und Schulamtsleiter, Bezirks-Schuldirektoren und dgl. zu übernehmen haben. Oder andernfalls: sich herauszuhalten. Wer bietet, redet mit, wer nicht bietet, ist nicht kollaborationsfähig und stellt demgemäss bitteschön auch keine Forderungen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich eine Grundregel kollaborativer Arbeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Und bezieht nichtschulische Aussenstehende in Eure kollaborativen Arbeitsformen ein. Da liegt ein Riesenpotential! Eltern, Freunde, Nachbarn, Handwerksbetriebe, wer immer auch in Frage kommt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kritisches Aber:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So eindeutig gelungen dieses Werk als Hilfe im Unterrichtseinsatz ist, es fehlt der verbindliche Appell zum Umgang mit den Verwaltungsstrukturen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sowohl schulinterne wie ganz besonders nötig übergeordnete Strukturen werden bis auf ein paar bewertungsrechtliche Aspekte mit keinem Wort erwähnt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn die Adminstrativumgebungen mit ihren bekanntermassen überfordernden und laufend mit der Dienstrechtskeule drohenden nebenunterrichtlichen Ansprüchen nicht blitzartig (sic!) auf die Praxisebene herunter geholt werden, bleibt vieles in diesem Büchlein nur bedingt umsetzbar oder aber wird zu zusätzlichem Leistungsdruck für Lehrer führen. Die Verwaltungstäter werden dann weiterhin die Schulpraxis in Formalismen ertränken, erst recht offene kollaborative Arbeitsweisen mit entsprechend angemessenen Bewertungsformen, die sich oft durch eine experimentelle Komponente auszeichnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           … und ein konkreter konstruktiver Vorschlag:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das schränkt den Wert dieser vorliegenden 1. Auflage nicht im Geringsten ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rezensent richtet diese Kritik als Einladung an den Verlag und den Autor, in einer 2. Auflage oder einem möglichst umgehend folgenden separaten Schwerpunktband diese Aspekte sehr dezidiert zu ergänzen und zu adressieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn ohne rabiate (!) Veränderungen in der Schulverwaltung und -aufsicht wird sich das schulalltägliche Belastungsdesaster auch mit solch wundervollen Tools nicht beseitigen lassen. Facilitating auf allen Ebenen und systemische Augenhöhe sind unumgänglich, wollen wir das Potential von Kollaboration und damit die „Futability®“ unserer Schullandschaften wirklich ausrollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Anm: Futability® ist eine geschützte Marke von Melanie Vogel, Bonn)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bibliographische Angaben:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nölte, Björn:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Upgrade: Kollaboratives Lernen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehen – Fördern – Bewerten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Klett-Kallmeyer, Dezember 2022
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           158 Seiten, kartoniert
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ISBN: 978-3-7727-1656-0 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 19 Jan 2023 01:15:37 GMT</pubDate>
      <author>183:823755818 (Nils W. Bräm)</author>
      <guid>https://www.viel-sicht.net/upgrade-kollaboratives-lernen-von-bjoern-noelte-rezension</guid>
      <g-custom:tags type="string">Lehrer,Rezension,Bildung,Fortbildung,#Schule,Methodik,lernen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/acfe30f8cb5145b1921024d067b5c91a/dms3rep/multi/children-playing-on-grass_autor-pressfoto_freepik-com_2023-01-19.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>«Ein Nasser Hund ist besser als ein trockener Jude» - Rezension</title>
      <link>https://www.viel-sicht.net/nasser-hund_sharuz_rezension</link>
      <description>Arye Sharuz Shalicar schildert in seiner Jugend-Autobiographie sein Leben als iranischstämmiger Junge im Berliner Wedding der 1990er Jahre bis in sein studentisches Erwachsenenalter.
Ein sozialkritisches Kaleidoskop aus authentischer Ich-Perspektive, das zu Denken gibt und unverblümt auf nicht gemachte Hausaufgaben in deutschen (Jugend-)Lebenswelten hinweist.
Lesenswert in jeder Hinsicht: spannend erzählt, schöne gepflegte Sprache und doch leicht verständlich. Meine Empfehlung ausdrücklich auch als Schullektüre ab Klasse 7 oder 8.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jugend-Biographie von Arye Sharuz Shalicar
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/acfe30f8cb5145b1921024d067b5c91a/dms3rep/multi/cover-und-scater-beine_urban-scene_roman-odintsov-7539895_cc0_pexels_2022-08-26-2fe7c5c3.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Rezension stelle ich eine Triggerwarnung voran, auch wenn ich solche Warnungen im Allgemeinen nicht schätze: Sie könnte auch Meinungen und Weltsichten von Menschen in Frage stellen, die sich selber gerne für tolerant, kulturoffen und sozialliberal halten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer diese Attribute für sich reklamiert und doch wirklich gedanklich offen ist, möge das Buch lesen, als Lehrer mit seinen Schülern besprechen (und zwar ohne a priori Rücksichtnahme auf deren Herkunftshintergrund!), und die Erkenntnisse als Politiker in seine Erwägungen und Proklamationen einbeziehen, als Sozialarbeiter in seine Kompetenzbotschaften integrieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jüdischer Junge in Berlin-Wedding …
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Arye Sharuz Shalicar schildert seine Jugend als iranischstämmiger Junge im Berliner Wedding der 1990er Jahre von seiner Kindheit bis in sein studentisches Erwachsenenalter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anfangs ist seine jüdische Abstammung für ihn kein Thema. Schliesslich fällt er durch sein mediterran-dunkles Aussehen in der vorderasiatischen Einwandererumgebung schon rein optisch nicht auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunehmend treten doch Herausforderungen auf: im Spannungsfeld zwischen ihm, seiner eigenen Selbstfindung und seiner – grossenteils muslimischen – Umgebung. Etwa infolge eines Schlüsselerlebnisses in der U-Bahn: der Reaktion mitfahrender Araber auf seinen Davidstern-Anhänger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch bei seiner Identitätsfindung vor dem familienbiographischen Hintergrund und schliesslich im Zusammenhang mit seinem jüdischen Umfeld, zuerst in Berlin, später auch in seiner neuen Wahlheimat Israel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aryes Erlebniswelten bewegen sich von Basketballspiel über Graffitisprayen, Gang-Rangeleien, Rangkämpfe im Kiez mit und ohne Messer, Polizeigewahrsam bis hin zu seiner Jugendfreundin Janica, die ihm wie die Muse Niklas in Hoffmanns Erzählungen in jeder Lebenslage mit inniger Treue beisteht und ihn mental führt. Derweil Arye wie Hoffmann von ihr empfängt, es auch weiss – sie aber schliesslich … lesen Sie es selbst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verständliche Sprache – doch als Leser da und dort etwas sprachlos
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprachlich bietet diese Autobiographie von Arye Sharuz Shalicar ein rundes Leseerlebnis: verständliche Sprache, die sowohl den Einstiegsleser wie etwa Schüler, nicht Deutschmuttersprachler genau so wie anspruchsvolle Leser zu überzeugen vermag. Das unterstützt Shalicar mit einheitlichem Sprachstil und guter Harmonie aus anekdotischen Elementen in Verbindung mit übergreifenden inhaltlichen Bögen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von einem Publizisten nicht anders zu erwarten? Mag sein. Und doch: dieses Buch hält es und das spricht für seine Lektüre!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Irritierend für «den deutschen Leser an und für sich» dürfte ein Aspekt sein, der historisch in Deutschland wichtig und naheliegend, in der öffentlichen Diskussion nach meiner langjährigen Erfahrung aber unzureichend behandelt wird:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht wenige der von Arye im Buch geschilderten autobiographischen Erlebnisse sind ein Vexierbild verbreiteter kultureller Vorurteile. Und davon würde ich den Autor nicht ganz ausnehmen, insofern Kind seiner Umgebung. Darüber aber später.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir müssen uns damit befassen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was mich an seinen Schilderungen schockiert – nur leider nicht verwundert – ist die beschriebene Ignoranz oder kulturelle Un-Bildung (ich nehme beides an, in fataler Kombination mit geltender Haltungsdoktrin im deutschen Sozial«liberalismus»!): Wie Lehrer offenbar auf breiter Ebene mit der kulturellen Situation nicht umgehen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen in der Lehrerzeit an verschiedenen Schulen: Offene Diskurse, die in der Tradition einer offenen aufgeklärten Gesellschaft unverzichtbar sind (und übrigens ausgerechnet auch für eine traditionell jüdische Geisteshaltung stehen!) werden nicht selten abgewürgt, stattdessen ein stimmungssklavisches Appeasement gefahren, das unter der Decke eine eitrige Portion ungeklärter Nöte und Aggressionen zurückhält.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier bietet dieses Buch eine tolle und dringend benötigte Hilfe zur aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion und Haltungsarbeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und da wird auch die Problematik thematisiert, wie Angehörige bestimmter Volks- oder Glaubensgruppen in bestimmte Erwerbsbereiche richtiggehend hinein marginalisiert werden. In diesem Buch am Beispiel der Juden im Iran oder des jüdischen Jugendlichen in Berlin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das zugrunde liegende Phänomen ist universal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn die Betreffenden dann in einer gefundenen Nische erfolgreich werden, folgt die Dämonisierung. Der Nimbus der Brunnenvergifter und Weltbeherrscher oder aber der diversen Formen von Clanwirtschaften ist unumgänglich – und im Prinzip austauschbar. Und in jedem Fall weder gerecht noch nachhaltig verantwortbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wandel und doch auch ein paar offene Fragen
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe früher auf die kulturellen Vorurteile hingewiesen. Neben denjenigen der Gesamtgesellschaft fasziniert und irritiert mich gleichzeitig der Wandel des Autors Arye Sharuz Shalicar vom unbewussten jugendlichen Ignoranten gegenüber seiner eigenen kulturellen Herkunft hin zu einem überzeugten Zionisten, wie er sich gegen Ende des Buches selber präsentiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einerseits ein Phänomen, das wir grundsätzlich von «Konvertiten» kennen, seien es ehemalige Raucher, religiöse oder politische Konvertiten, Menschen, die aus Überzeugung vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umgestiegen sind: Eine hartnäckige und mitunter etwas penetrante Strenge und Intoleranz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andererseits eine Haltung, die vor dem Hintergrund permanenter gesellschaftlicher Infragestellung, Isolation und Vertreibung (geographisch oder sozial) verständlich, zumindest aber mit Empathie nachvollziehbar ist. Das gilt für ihn persönlich in seinem eigenen Umfeld in Berlin wie auch für «sein» Volk der Israeliten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Öffentlichkeit kennen wir Arye in der Funktion als Sprecher der IDF (Israelische Verteidigungsarmee), in der er zwar als Sprecher mit Auftrag auftritt, und doch trotz klarer Parteilichkeit keinerlei Fanatismus erkennbar ist, er Situationen sachlich, ruhig und mit mediatorischer Haltung auf Schlichtung bedacht erläutert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Mensch mit offener Denke, ein Raum mit offenen Türen für die Suche nach gemeinsamen tragfähigen Lösungen. Ein Mensch, Denker und Kommunikator, dem zuzuhören sich lohnt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und schon deshalb eine Einladung, uns in Deutschland und der gesamten deutschsprachigen Welt (und darüber hinaus) mit diesem Buch und seinen Themen zu beschäftigen. Innerjüdische Spannungen, Immigranten-Differenzen, gelungenes soziales Miteinander, Werteunterschiede quer durch vermeintlich einheitliche Gesellschaftsgruppen und noch vieles mehr etwas genauer zu betrachten. Farbtonunterschiede und feine Schattierungen wahrnehmen zu lernen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin gespannt, was wir von Arye Sharuz Shalicar noch hören und lesen werden … und freue mich darauf!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bibliographische Angaben:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           EUR 10,90 [DE] – EUR 11,30 [AT]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ISBN: 978-3-423-34980-2
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erscheinungsdatum: 18.06.2021
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           1. Auflage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           248 Seiten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprache: Deutsch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Aug 2022 09:44:27 GMT</pubDate>
      <author>183:823755818 (Nils W. Bräm)</author>
      <guid>https://www.viel-sicht.net/nasser-hund_sharuz_rezension</guid>
      <g-custom:tags type="string">#SoWi,Ausgrenzung,intercultural,#religiös,#Mediation,Juden,Muslim,soziokulturell,#integrated_mediation,Iran,Sozialkontext,Historie,#Deutschland,international,Kommunikation,Orient,antisemitisch,#Ethik,zugehörig,Berlin,#Klassenlektüre,#deeskalieren,#Schullektüre,Umgebung,Kultur,Selbstgerechtigkeit,#Lektüre,#Dialog,Vielfalt,interkulturell,Hoffmanns_Erzählungen,Region,#integrierte_Mediation,Judentum,Muse,Respekt,zionistisch,angemessen,regional,sustainable,Diskriminierung,#Brennpunkt,jewish,#Muslime,#Schule,mutig,Moderne,#Religion,Integration,social,jüdisch,nachhaltig,Schule,Marginalisierung,migration,Antisemitismus,Unterschiede,#Tschaktschak,Israel,#Juden,Community</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ist Reisen vertretbar, während in der Ukraine Krieg herrscht?</title>
      <link>https://www.viel-sicht.net/ist-reisen-vertretbar-waehrend-in-der-ukraine-krieg-herrscht</link>
      <description>Gedanken dazu, ob (privates) Reisen in Zeiten des Krieges in der Ukraine moralisch verantwortbar sei. Nils W. Bräm zeigt Handlungsspielräume auf und mahnt moralische Entscheidungsfreiheit an.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist Reisen vertretbar, während in der Ukraine Krieg herrscht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den letzten Tagen ist immer häufiger die Frage aufgetaucht, ob es angemessen sei zu reisen, während in der Ukraine ein Krieg tobt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus verschiedenen Gründen wurde von Reisebuchungen und Ferienreisen abgesehen. Begründung war wiederholt, dass das Geld (Hand aufs Herz: mutmasslich ein Teil des Geldes) lieber gespendet werde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne Zweifel ein ehrenwertes Argument gegen das derzeitige Reisen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vergiftete Diskussionen …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was aber dringender Betrachtung bedarf:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist es vertretbar, dass in „sozialen“ Medien mitunter harte Diskussionen ausgefochten werden (mitsamt Beleidigungen, Entfreundungen und dem übrigen Repertoire eskalierender und bereits eskalierter „Unterhaltungen“) über die Frage, ob man als Europäer derzeit überhaupt (noch) reisen dürfe.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein paar Erwägungen zu dieser Thematik:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Ein zentraler Verhaltenseinfluss, der auf uns wirkt, ist die eigene Distanz zu einem Vorkommnis, in diesem Fall eben dem Ukrainekrieg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da ist einerseits die räumliche Distanz: in West-, Mittel- und Mittelosteuropa hatten wir seit dem 2. Weltkrieg keine solchen Auseinandersetzungen mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Vergleich: vom westukrainischen Lviv (Lemberg) ins polnische Krakau sind es etwas mehr als 300 km, etwas näher als Wiesbaden – Brüssel oder ziemlich genau die Distanz von Ingolstadt nach Frankfurt/Main oder von Lausanne nach St. Gallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Kiev nach Berlin sind es etwas mehr als 1300 km, vergleichbar mit der Distanz von Berlin nach Siena.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese räumliche Nähe also empfinden wir als unmittelbare Betroffenheit und somit auch verstärkt persönliche Verantwortung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Churchill sagte: Wofür sollen wir kämpfen, wenn nicht um unsere Kultur?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andererseits ist es auch die kulturelle Distanz, zu der die politische Dimension mit gehört. Und in dieser Hinsicht ist die Entwicklungsdynamik der Ukraine in den letzten etwa 10 Jahren nicht zu unterschätzen. Eine Dynamik, die ganz von der Bevölkerung im Majdan eingefordert und seither getragen wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinzu kommt eine Verhaltensweise, bei der das intuitiv Tierische bei uns Menschen mit wirkt: Ob es nun politisch korrekt sei oder nicht, bevorzugen unsere ureigenen Hirnfunktionen Artgenossen, die uns möglichst ähnlich erscheinen; in Aussehen, Bewegung, Sprache und Verhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese mächtigen Entscheidungshierarchien im Gehirn sind viel älter und durchsetzungsstärker als die ziemlich jungen moralischen Entscheidungsinstanzen etwa im Frontallappen (direkt hinter der Stirn) unseres Gehirns. Das ist nicht gerecht, aber gerade in Krisen ein Fakt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir machen uns gerne selber etwas vor …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seien wir ehrlich: Wer hätte schon den Bürgerkrieg in Myanmar als Argument verwendet, nicht in die Ferien zu fliegen nach beispielsweise Marokko? Oder war der Krieg in Syrien in den letzten Jahren wirklich für eine relevante Anzahl Menschen ein Grund, etwa nicht nach Sansibar, San Francisco oder Stockholm zu reisen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Annäherung in der Entscheidungsfindung ist ein kognitiver Prozess, also eine Erörterung auf Bewusstseinsebene.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir das für uns selber tun, ist das eine Selbstmediation, eine Mediation, die wir mit unseren ambivalenten Gefühlen und Gedanken vornehmen und idealerweise eine gewisse gedankliche und gefühlsmässige Ausgeglichenheit schaffen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Notabene ein Vorgang, den wir im Leben oft, wenn nicht sogar täglich vollziehen. Vorausgesetzt, jemand unterliegt in seinen Verhaltensweisen und Entscheidungen nicht weitgehend äusseren Zwängen und verinnerlichten unreflektierten Routinen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Störfeuer Schlechtes Gewissen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insofern ist auch das schlechte Gewissen eine Instanz, die durch unsere Wahrnehmungen oder Entscheidungen mehr oder weniger beeinflusst wird, respektive mit dem wir mehr oder weniger gut zurechtkommen. Die mentale Resilienz erlaubt uns im Idealfall, trotz gewisser Hemmungen eine Reiseentscheidung zu treffen und das schlechte Gewissen beiseite zu legen. Oder uns klar gegen eine Reise zu entscheiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beide Entscheidungen sind idealerweise bewusste Abwägungsresultate, hinter denen persönliche Werte stehen. Bewusst heisst hier nicht „im Kopf“ statt „nach Gefühl“, sondern „wahrgenommen und willentlich entschieden“ anstelle nichtreflektierter Gewohnheiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Persönliche Resilienz und ihr gruppensozialer (gesamtgesellschaftlicher) Wirkungsvorteil
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir leistungsfähig sein und bleiben wollen, müssen wir uns erholen. Reisen ist eine Möglichkeit dazu, egal, ob das sportliche Aktivferien, gemütliche Strandferien mit einem Buch in der Hand oder Kulturferien sind. Die Form der Ferien, die uns gefühlt gut tut, ist von den persönlichen Bedürfnissen und Werten abhängig. Ob es eher in die Kühle oder in die Wärme, ans Wasser oder in die Berge, auf den nahegelegenen Campingplatz oder auf eine weiter entfernte Destination gehen soll ebenso.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und somit ist das Reisen für unsere eigene Resilienz durchaus von Belang: Wir stellen unsere energetische Ausgeglichenheit wieder her, oder erhalten sie aufrecht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Resilienz bringt Leistungsfähigkeit bringt Unterstützerkraft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Leistungsfähigkeit ermöglicht uns mittel- und langfristig, dass wir am Wirtschafts- und Sozialleben in unserem Wirkungskreis aktiv und tragend teilnehmen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurz: Arbeiten, Geld verdienen und Steuern zahlen. Und letztere sind etwa in Deutschland bekanntermassen nicht gering. Die Einkommenssteuern sind dabei sogar nur ein relativ überschaubarer Anteil.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus diesen Steuereinnahmen – egal ob aus unserem Arbeitseinkommen oder in Form von Gewinn- und Gewerbesteuern unserer Arbeitgeber – werden wiederum auch verschiedenste Hilfsmassnahmen (mit)finanziert, die im aktuellen Fall die Ukraine und ihre Bürger und Bewohner unterstützen sollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir jedoch selber nicht unsere Resilienz begünstigen, können wir dieses System auch nicht nachhaltig mittragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entscheidungsvielfalt – Stärke einer demokratischen Gesellschaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob wir uns also aktuell für oder gegen Ferienreisen entscheiden, ist als Frage gar nicht so einfach zu beantworten. Das muss und darf jeder für sich entscheiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und es wäre durchaus im Sinn von gelebter Diversity, diese individuell verschiedenen Entscheidungen zuzulassen und gegenseitig zu respektieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade dies findet jedoch nicht immer statt. Vielmehr schaukeln sich Menschen mit Meinungsunterschieden in dieser Sache in durchaus unangenehme Debatten hoch, die immer wieder in Beleidigungen, Entfreundungen (in „sozialen“ Medien oder auch der nichtelektronischen Welt) kulminieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und es gibt Menschen, die ausdrücklich aufs Reisen verzichten zu Gunsten von Kriegsflüchtlingen, andererseits in  krassen Äusserungen und Beschimpfungen den Reisenden nicht nachstehen; die soziale Ader erweist sich dann offenbar als doch nicht so elastisch. Die Frage drängt sich dann auf: Welche Teile der Kinderstube haben diese nicht mitbekommen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einerseits wollen sie Gutes tun zu Gunsten von Opfern eines Krieges, den sie klar ablehnen. Andererseits zetteln sie selber auf anderer Ebene genau einen solchen Debattenkrieg mit an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie absurd!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstmediation als Vorgang der Verarbeitung von Gedanken, Werten und Haltungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spätestens an diesem Punkt ist ein Blick auf Haltung und Verhalten nötig. Eine innere Selbstmediation, um sich klar zu machen, dass eine freie und wirklich vielfältige (diverse) Gesellschaft eben auch in den unterschiedlichsten Meinungen, Haltungen und Verhaltensentscheidungen besteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Solche Vielfalt ist nicht immer leicht zu ertragen. Sie bedeutet Arbeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und diese Arbeit ist ein Vorgang integrierter Mediation®, die bei sich selber anfängt und in den Wechselwirkungen der Verwandtschaft, von Nachbarn und am Arbeitsort noch lange nicht aufhört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Prozess der Mediation ist ein Willensprozess
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und damit stellt sich die Frage:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Will ich Frieden?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn das (hoffentlich) ein JA ist, dann muss diese Willensentscheidung auch beim eigenen Handeln anfangen. Und sei es nur darin, eine vielleicht etwas voreilig geäusserte Aussage oder Entgegnung noch einmal zu überdenken und nachträglich zu löschen, zu korrigieren oder vielleicht differenzierend zu erläutern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch das ist ein aktiver Beitrag zum Frieden. Und diese Stimmung selbst-aufmerksam zu schaffen und zu pflegen halte ich derzeit für einen wichtigen Hilfsbeitrag an die Flüchtlinge, die zu uns kommen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Beitrag, den (Ferien)Reisende genau so gut leisten können wie Menschen, die sich aus genannten Gründen aktuell gegen das Reisen entscheiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 08 Mar 2022 22:48:24 GMT</pubDate>
      <author>183:823755818 (Nils W. Bräm)</author>
      <guid>https://www.viel-sicht.net/ist-reisen-vertretbar-waehrend-in-der-ukraine-krieg-herrscht</guid>
      <g-custom:tags type="string">Friede,systemisch,Ukraine,Reisen,Toleranz,System,fit,Beruf,Krieg,diversity,bewusst,Resilienz,Gesellschaft,Tourismus,verantwortlich,gemeinsam</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Du oder Sie &amp; Co. – viel mehr als eine Anstandsfrage</title>
      <link>https://www.viel-sicht.net/du-oder-sie-co-viel-mehr-als-eine-anstandsfrage</link>
      <description>Situations-gerechte Anrede und Kommunikation -
Regelmässig taucht die Frage des angemessenen Duzen oder Siezen im geschäftlichen und auch privaten Kontext auf. -
Ist es unverschämt, einen Kunden direkt zu duzen? Ist es entgrenzt, seine Mitarbeiter zu duzen und sich von ihnen duzen zu lassen. -
Sind die Duzfreunde meiner Duzfreunde auch meine Duzfreunde?
Lesedauer ca. 5 Min.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Situations-gerechte Kommunikation
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die korrekte Anrede – ein unermessliches Haifischbecken weit über die Anstandsfrage hinaus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Regelmässig taucht die Frage des angemessenen Duzen oder Siezen im geschäftlichen und privaten Kontext auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist es unverschämt, einen Kunden direkt zu duzen? Ist es entgrenzt, seine Mitarbeiter zu duzen und sich von ihnen duzen zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind die Duz-Freunde meiner Duz-Freunde auch meine Duz-Freunde?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist eben nicht so einfach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je nach Sprachregion unterscheiden sich die üblichen Umgangsregeln. Das ist bekannt etwa aus dem Englischen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch in anderen Sprachen gibt es Mischformen, die eine Aussage über innerbetriebliche Stellung, allgemein gesellschaftliche Stellung des Senders und des Adressaten, über deren Umfeld, Berufsimage, Gruppenzugehörigkeit oder viele andere denkbare Eigenschaften zeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehr häufig ist bis heute die Anrede Sie + Vorname. Denn der Nachname war und ist bis heute oft verwechselbar und nicht individuell valabel: Schumacher, Müller oder etwa in Nordindien Singh etc.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Respektform existierte innerhalb von Familien (nicht nur in Adel und Unternehmeraristokratie) und gegenüber Dritten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine interessante Mischung ergab sich in der Schweiz Mitte des 20. Jahrhunderts in einigen Dialekten: Aus dem eigentlichen Du-Gruss, allerdings schon in den 60er-/70er-Jahren sehr altbackenen «Grüess Di» wurde das zeitübliche «Grüezi» lautlich fusioniert, was seinerseits allerdings ein eindeutiger Sie-Gruss ist. So wurde dann aus dem «Grüess Di Nils» der Tante ein gehörtes «Grüezi Nils», kognitiv zwar aufgelöst, aber intuitiv mit einer eigentümlichen Sie-Komponente angereichert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herr oder Frau + Nachname dagegen wurde ursprünglich eher gegenüber der Herrschaft gebraucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Standardisierung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um grobe Fettnäpfchen zu vermeiden, hilft heutzutage das allgemeine Siezen ungeachtet der gesellschaftlichen oder hierarchischen Stellung. Ein Du zu viel kann arg peinlich werden, ein sicherheitshalber gesagtes Sie zu viel bestenfalls amüsant.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Es funktioniert auch ziemlich gut ausserhalb geschlossener Dorfgemeinschaften, in denen noch vor 50 bis 100 Jahren oft nur 3-4 Familiennamen vorkamen und damit eine Unklarheit verbunden gewesen wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insofern ist das allgemeine Siezen eine Errungenschaft der moderneren städtischen Bürgerwelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Problematisches «Exklusions-Duzen»
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwierig kann es werden, wenn in Siez-Umgebungen, etwa in einem Betrieb, sich Grüppchen bilden, die miteinander per Du sind, gleichzeitig aber andere in der gleichen Funktionsstufe diese siezen müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Situation ist sehr oft in Lehrerkollegien zu finden, wenn diese nicht das grundsätzliche Du beschlossen haben. Es entstehen Du-Grüppchen, die auch als Zugehörigkeits- und Sympathieetiketten funktionieren. Mit entsprechend ausschliessender Wirkung auf der anderen Seite – bis hin zum Mobbing.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unterhaltsam wird es dann, wenn ein relativ neues oder gar junges Kollegiumsmitglied von einer altgedienten Lehrperson, ihrerseits nur mit wenigen Kollegen per Du, aufgrund gemeinsamer fachlicher Zusammenarbeit mit dem Du richtiggehend geadelt wird – und die Kollegiumsmehrheit dadurch sichtbar «rechts überholt» wird. So gesehen in einem Lehrerkollegium, in dem die Du-Quote schon fast zu einem stillschweigenden aber «amtlichen» Ranking wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegen solche Grüppchen-Mobberei in Form von Du-Etikettierung kann ein einheitliches Du erfahrungsgemäss helfen. Dieses Modell des allseitigen Du (inklusive aller Hierarchiestufen) haben – um einen passenden Vergleich zu nennen - in Deutschland die Gesamtschulen als Grundsatz bestimmt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn es amtlich wird
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im amtlichen Bereich sowie mit Titeln bewegt sich die Thematik weit über das Sie/Du hinaus. So wirkt das in Deutschland übliche notorische Aufzählen akademischer Titel wie Professor Doktor Soundso in Gesprächen als lächerlich etwa auf Schweizer oder Kanadier, weil damit eine fachliche Kompetenz und Relevanz etikettiert wird, die «der Schweizer» oder «der Kanadier» an und für sich lieber inhaltlich wünscht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andererseits erlebt «der Deutsche» dasselbe, wenn Österreicher ihre Titel wie Herr Geheimrat, Frau Oberamtsrätin und dergleichen zu Markte tragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die andere Seite kann man erleben etwa im Umgang mit Polizisten in Schweden oder auch in der italienischen Schweiz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In beiden Ländern ist das Geduztwerden durch einen Polizisten je nach Situation durchaus nicht ein Zeichen der Respektlosigkeit, sondern genau anders herum eine Aussage, dass für den Polizisten bzw. die Polizistin kein Anlass zu besonderer Distanzierung besteht. Insofern klares Güteprädikat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Titelinflation als Roter Teppich der Kommunikation
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gegenteil ist der von Nichtkundigen etwa empfundene Eindruck, veräppelt zu werden durch Ansprache mit Übertreibungen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während in Deutschland ein Mann von 60 durchaus noch als «Junger Mann» angesprochen wird, bedienen sich Italiener gerne eines «Dottore» für alles, das nach einer halbwegs höheren Bildung aussieht; Ingegnere und Avvocato sind dann für höheren Status vorgesehen, wobei niemals der Anspruch besteht, dass dies jeweils auch fachlich zutreffe. Man greift lieber höher im Titel als zu tief.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und auch der Dottore oder seine etwas kumpelhafte Abwandlung Dottò sind nicht eineindeutig definiert. So kommt es sehr auf die Umgebung, den Anlass, die Mimik und den Tonfall an, ob der Titel ernsthaft respektvoll oder satirisch oder sogar herablassend adressiert ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Eine Frage, die sich im Zusammenhang von Low Context respektive High Context-Kommunikation differenzierter betrachten und verstehen lässt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eine auch ganz amüsante Schlangengrube ist das «Ciao» bzw. «Tschau».
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Während es sich in weiten Teilen Deutschlands auch in der nicht ganz steifen Sie-Beziehung als angemessen eingebürgert hat, wird es im süddeutschen Sprachraum als eindeutiger Du-Gruss aufgefasst. Mit mitunter entsprechend peinlichen Reaktionen bei «unpassender» Verwendung – beiderseits.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durchatmen, Aushalten, Ansprechen …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sehen also: Es lauern überall Fettnäpfchen, vielleicht sollten wir zu deren Umgehung am besten unser eigenes Haus nicht verlassen und kein Telefon annehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bevorzuge als praktikable und nachhaltige Lösung – wie für viele andere Stress-Situationen: Zuerst Durchatmen – das versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und wir gewinnen Zeit;  eine günstige Voraussetzung, um die unmittelbaren spontanen Impulse des Reptiliengehirns und des limbischen Systems durch Bewusstsein und Vernunft moderieren zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es lohnt sich schlichtweg fast nie, wegen einer nicht als angemessen empfundenen Anrede brüsk zu reagieren. Sie hat so gut wie immer einen Hintergrund soziokultureller und regionaler Gewohnheiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den meisten Fällen dürfte diese als «falsch» empfundene Anrede auszuhalten sein. Liegt erkennbar eine manipulative Verwendung vor (die dann meistens auch mit anderen entsprechenden Verhaltensweisen übereinstimmt), können wir den Ort oder die Person vielleicht zukünftig meiden. Oder es einfach hinnehmen. Wenn ich günstig bei einem bestimmten Möbelhaus einkaufen will oder notgedrungen muss, dürfte die Du-Anrede während des Aufenthalts ein erträglicher Preis sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn mich das konsequente Du in einem Restaurant stört, kann ich ja ein anderes Lokal auswählen. Habe ich damit Mühe, dass ich in einem Land geduzt werde – wählen wir in anderes Ferienziel oder migrieren eben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn es wirklich angezeigt erscheint, etwa in einem Betrieb, empfehle ich, es anzusprechen. Vielleicht in Frageform bei günstiger Gelegenheit, etwa beim Kaffee: «Wie ist es hier eigentlich dazu gekommen?». Und sonst gibt es dafür auch noch Coaches für interkulturelle Kommunikation oder Verhaltenstrainer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und lächeln …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedenfalls hilft auch hier: Humor. Den kann man lernen und ihm immer wieder neue Farben verleihen. Er hat viel mit geistiger Beweglichkeit und mit Freiheitgewährung zu tun und ist ein wichtiger Resilienz-Schlüssel. In erster Linie für sich selber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 28 Jul 2021 13:27:57 GMT</pubDate>
      <author>183:823755818 (Nils W. Bräm)</author>
      <guid>https://www.viel-sicht.net/du-oder-sie-co-viel-mehr-als-eine-anstandsfrage</guid>
      <g-custom:tags type="string">angemessen,beruflich,regional,Ansprache,Sprache,soziokulturell,Beruf,Hierarchie,integrierte_mediation,Sozialkontext,respektlos,höflich,IKEA,Mobbing,Kommunikation,Ausschluss,Status,appeasement,Integration,zugehörig,frech,Sie,Anrede,Kultur,Du,Vielfalt,Titel,Unterschiede,Agilität,Community,Respekt</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>„Ein Zitat aus dieser Zeitung geht gar nicht!“ – Und ob das geht …</title>
      <link>https://www.viel-sicht.net/ein-zitat-aus-dieser-zeitung-geht-gar-nicht-und-ob-das-geht</link>
      <description>Das gibt zu denken ...
„Ein Zitat aus dieser Zeitung geht gar nicht!“ – Und ob das geht …
Unterschiede in der politischen Diskussionskultur (hier D und CH) wahrnehmbar und wie wir mit einer integriert-mediatorischen Haltung in Richtung einer Lösung vorankommen können.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Anlass ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe vor einigen Tagen einen Social-Media-Kommentar zu einem Zeitungsartikel über die angekündigten EU-Massnahmen zur Klimaverbesserung geschrieben. Konkret ging es um das angekündigte Verbot von Verbrennerfahrzeugen und damit verbunden die Ächtung der vorhandenen sowie logischerweise der Reduktion der Versorgung verbliebener Verbrennungsfahrzeuge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kritisierte in meinem Kommentar den Irrglauben, die Entsorgung (noch) funktionierender Systeme und der Zwang zu Neukauf sei als Nachhaltigkeit zu bewerten. Und dass dieser überstürzte Ersatzwahn durch E-Mobility zudem weiterhin eine zur Nachhaltigkeit nötige Abkehr von der Politik der quantitativen Wachstumsdoktrin ausblende.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Postwendend erfolgten etliche positive Reaktionen, überwiegend von ökologisch orientierten und nachhaltig lebenden Bekannten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was mir allerdings etwas aufstiess: Ein Kommentator kritisierte: wohl stimmten meine Argumente, doch einen Artikel der NZZ zu zitieren, sei ein No Go.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das gibt zu denken – und mir Anlass für diesen Blogartikel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Kenntnis der Situation in Deutschland und der Schweiz sind deutliche Unterschiede in der politischen Diskussionskultur wahrnehmbar – Gegenstand dieser Zeilen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der benannte Kritiker ist Deutscher, wohnt in Deutschland, die meisten Liker sind Schweizer, leben in der Schweiz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Medien-Vielfalt – ich denke ein grundsätzliches Modell(?)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während wir es in der Schweiz mit dem plebiszitären politischen Entscheidungssystem gewohnt sind, uns mit kontroversen Meinungen und Positionen, mitunter auch aus jeweils eigener Sicht abstrusen Positionen auseinanderzusetzen, ist es durchaus üblich, sich auch mit Informationen und Medien abzugeben, die einem persönlich nicht unbedingt nahestehen aber zum anerkannten Medienkanon gehören.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geht in erster Linie darum, sich selber ein breites Bild zu machen, idealerweise möglichst ungefiltert. Auf jeden Fall aber plural, divers, vielseitig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu einem vielseitigen Printmedien-Portfolio gehört die NZZ - auch für mich seit Schulzeit - neben Tagesanzeiger, Blick sowie gerne WOZ und Weltwoche. Weitere ad libitum. Höchst unterschiedliche Profile also.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Auslandschweizer in Deutschland spannt sich mein Printlektüre-Portfolio entsprechend von der taz über eine Jüdische Allgemeine, FAZ oder SZ, Regionalformate bis zu einer Jungen Freiheit. Und auch Gewerkschaftszeitungen sind immer wieder gerne mit dabei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Haltungsscheuklappen vor Informationsvielfalt? Echt jetzt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Deutschland ist die NZZ in linksliberalen Kreisen verschrien. Wie weit das der Tatsache geschuldet ist, dass diese Zeitung von Politikkritikern eher des rechten Spektrums auch als „Westfernsehen“ benannt wird, kann ich nicht beurteilen, vermute aber, dass es auch in der politischen Divergenz dieser beiden Haltungen liegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz klar unbeliebt gemacht hat sich die NZZ bei vielen von Deutschlands Sozialliberalen damit, dass es das erste überregionale Blatt in der deutschsprachigen Printlandschaft war, das im Herbst 2015 wagte, kritische Blicke auf die Flüchtlingspolitik der deutschen Regierung zu werfen und entsprechende Fragen offen zu stellen. Und sehr oft, indem es einem bunten Strauss an Personen Platz für Stellungnahmen bot. Ganz im Sinn der Vielfalt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Erst daraufhin folgten die FAZ, die SZ und andere nach – quasi gezwungenermassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wandel bei Linksliberalen südlich des Rheins
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der andere Faktor dürfte sein, dass sich seit den 80ern in der Schweiz bei den Linkssozialen eine Haltungsänderung bezüglich NZZ vollzogen hat: Damals wurde die NZZ ähnlich behandelt wie der Blick bzw. in Deutschland die Bildzeitung: keiner liest sie vorgeblich, aber alle wissen, was drin steht und können genau begründen, warum sie sie nicht lesen. Seit etlichen Jahren gilt die NZZ als zumindest aus kritischen Gründen lesenswertes Blatt. Informations-liberal insofern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deskription und Normierung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als medial und politisch mündiger Bürger (dass uns das in einer Demokratie zugestanden wir, davon dürfen wir doch ausgehen?) wünsche ich in erster Linie ganz klar eine informative, beschreibende, deskriptive Medienarbeit. Erst im zweiten Schritt ist eine Normierung, eine Bewertung der Fakten hilfreich und überhaupt angezeigt – und zwar ganz klar erkennbar, nach welchen Kriterien diese stattfindet bzw. stattgefunden hat. (In einem Kommentar oder in einer Glosse, als solche erkennbar, ist das selbstverständlich direkt zulässig. Andere Formate.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich Grundsätze professionellen Journalismus‘.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorschnelle Informationsnormierung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In deutschen Medien fällt mir oft auf (und nicht nur mir), dass allgemein früh eine Haltung des Verfassers erkennbar ist, auch in Textformaten, die eigentlich reine Information abgeben sollten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus augenscheinlich vorauseilender Korrektheits-Beflissenheit findet bewusst oder unbewusst eine Vorab-Kategorisierung statt „was geht - was geht gar nicht“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entsprechend werden Leser langjährig geprägt – und eine Sezession der Leserschaft findet – unweigerlich - statt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schade!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vergleich öffentliches Radio/TV
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf anderer Ebene fiel mir vor einigen Wochen die Problematik bei Radio und Fernsehen auf:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier führten interessanterweise die öffentlich-rechtlichen Nachrichten deutscher staatlicher Sender zum Israel-Gaza-Konflikt im Mai/Juni namentlich bei Linksintellektuellen in meinem Umfeld zu erheblichem Ärger, weil sie je nach persönlichem Hintergrund eine tendenziöse Berichterstattung in die eine oder andere Richtung pro Israel bzw. pro Gaza-Palästinenser beanstandeten. Kaum einer, der die Medien für ausgewogen bewertete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einige folgten meinem Hinweis auf die Formate «Echo der Zeit» und «Rendez-vous» der Schweizer Staatsmedien SRF und bestätigten meinen eigenen Eindruck, dass hier die deskriptiven Anteile weit überwiegen oder sogar in Sendebeiträgen mitunter der normative Anteil ganz fehlt und allein dem Hörer überlassen bleibt, in dem (journalistisch sorgfältig ausgewählte) O-Töne aus verschiedenen Richtungen aus der Region mit wenigstmöglich Moderation gegenübergestellt wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Leser und Hörer ernstnehmen! – Als Mensch und als Bürger
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Umgebung, ein Staat, eine Redaktion darf und soll Zuhörer und Leser ernst nehmen und ihnen eine eigene Urteilsbasis nicht nur bestmöglich schaffen, sondern ihnen diese Fähigkeit auch zutrauen – und zumuten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Kurz: Leser, Zuhörer und Zuschauer sind für voll und mündig zu nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verschiedene politische Erörterungskulturen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da stellt sich bei allen Veränderungen unserer Zeit, auch und gerade im Medienverhalten, die Frage, wo die Unterschiede sein können im Hintergrund, in der politischen Bildung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das vermag ich hier nicht zu beurteilen, über Hypothesen und bestenfalls Thesen komme ich nicht hinaus, Fragen bleiben offen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtige Fragen – und dringende Fragen, wenn wir etwa die zunehmende Erosion von Stadt-Land oder speziell in Deutschland von links-rechts betrachten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wollen wir daran etwas ändern, müssen wir tabulos hinsehen und tabulos über jedes erdenkliche Thema erörtern.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Ohne Vorab-Ausscheidung möglicherweise nicht auf der eigenen Meinungslinie liegender Medien oder politisch aus irgendwelchem Grund nicht opportuner Themen oder Reizwörter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ach, noch etwas: Reizwörter, «Code-Wörter»
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier sage ich aus Sicht eines einigermassen polyglotten und mehrerer deutschsprachiger Dialekte mächtiger und u.a. im Feld interkultureller Kommunikation und entsprechend auch Missverständnisse tätiger Mensch: Was für ein grober Unfug!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Eineindeutige Zuordnung sogenannter Code-Wörter ist ein besonderer Auswuchs der kulturellen Einfalt und mentalen Unbeweglichkeit – zumal, bevor man der Person näher auf den «Meinungs-Zahn» gefühlt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           … und was sie mit preussischem Militär zu tun haben:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine eineindeutige Begriffszuordnung ist nichts mehr als – eine Ironie sondergleichen – ein Anspruch, der aus militärischer Zweckmotivation heraus jederzeit eine unmissverständliche Kommunikation in der Befehlskette und im Kampfgetümmel sicherstellen soll. Und das war ganz zentrales Motiv der Preussen, die (hoch)deutsche Sprache zu standardisieren.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Insofern ist die konsequente Verwendung von Hochdeutsch und die Nichtbeherrschung eines regionalen Dialektes (soweit er noch existiert) ein Zugeständnis an eine militärisch-preussische Einheitsdenke, möglichst weit entfernt von Diversität, geschweige denn Individualität.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diversity in die politischen Debatten mitnehmen …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir echte Diversity / Vielfalt von der Gesamtgesellschaft beanspruchen, müssen wir sie selber gutheissen und das heisst damit auch selber leben, zumindest aber nicht ablehnen oder verweigern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da widerspricht sich dann allerdings eine Klientel oft selber, die sehr gerne die „Marke Diversity“ für sich beansprucht und auf die eigenen Fahnen schreibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Argumente werden zum No Go, weil sie unter dem falschen Emblem vorgetragen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist nicht nur auch eine Form gewisser Blindheit, sondern auch nicht nachhaltig im gesellschaftlichen Sinn. Denn verdrängte Themen fliegen der Gesellschaft früher oder später wieder um den Kopf – dann meistens unkontrolliert und mit entsprechenden Vernichtungskräften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und deshalb brandgefährlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Gedankenmodell …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lasse ich somit stehen, dass die Vielfalt der Presselektüre ganz ähnlich der persönlichen sprachlichen Vielfalt und sonstigen gedanklich-kulturellen Beweglichkeit ist respektive sein sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und es hilft, wenn wir akzeptieren, dass wir möglicherweise trotz allen Bemühens eine unpassende Sichtweise haben – weil die anderen es anders sehen und uns wichtige Informationen fehl(t)en.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ambiguitätstoleranz ist da gefragt: die Toleranz (uns selbst und auch anderen gegenüber), möglicherweise doch falsch beurteilt zu haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht hilft es, einer potentiellen Fehlentscheidung auf die Schliche zu kommen, wenn wir einmal eine ganz «unmögliche Zeitung» lesen, einen ganz ungewohnten Blickwinkel einnehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein integriert-mediatorischer Ansatz …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viel Vergnügen dabei, die Welt neu zu betrachten …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           PS Humor hilft dabei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 17 Jul 2021 19:18:15 GMT</pubDate>
      <author>183:823755818 (Nils W. Bräm)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Resilienz auf dem Fussballrasen – Bukarest, 28.6.2021</title>
      <link>https://www.viel-sicht.net/resilienz-auf-dem-fussballrasen-bukarest-28-6-2021</link>
      <description>Was ist Resilienz? Ein Beispiel: Achtelfinalspiel Schweiz - Frankreich vom 28.6.2021 in Bukarest - Fussball-EM 2021</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen Trendbegriff …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wie das Wort Resilienz hören wir zeitweise ständig und überall. Im Lauf der Corona-Pandemie dürfte er inzwischen jedem Kind schon vertraut sein. Doch viele Menschen dürften sich darunter wenig Genaues vorstellen können – dabei ist Resilienz keine Neuerfindung und für uns alle lebenswichtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dr. Güggel / Dr. Gockel gibt an:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Resilienz ist psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alles klar! Oder etwa doch nicht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beispiel 1 vom Rasen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 28.6. sass ein Grossteil der Schweizer vor dem Bildschirm und schaute sich das EM-Spiel Schweiz – Frankreich aus Bukarest an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich eine klare Ansage: Weltmeister gegen Aussenseiter. Noch Fragen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits in der 15. Minute schoss Haris Seferović für die Schweizer Mannschaft das erste Goal. Bis zur Pause änderte sich an diesem Stand nichts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits kurze Zeit nach Beginn der 2. Halbzeit erzielte Frankreich durch Karim Benzema den Ausgleichstreffer und 2 Minuten später fiel gleich noch das Führungstor durch den gleichen Schützen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wirksamkeit der Resilienz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was war passiert? Frankreich geht mit Rückstand in die Pause, sammelt sich und erkämpft sich die Führung zurück. Für eine Weltmeistermannschaft ein zu erwartender Vorgang – vielleicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz klar steht aber dahinter: Resilienz!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nebenbei: Ihre eigene Resilienz war, wenn Sie als Schweiz-Fan in Ihrem Wohnzimmer nun weder wütend mit Pantoffeln oder Chips um sich geworfen noch sonst Schaden angerichtet haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           7 Säulen der Resilienz – am Beispiel EM-Spiel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als 1. Säule hatte die französische Mannschaft einfach zu akzeptieren, dass sie nicht die Führung hatten – und das 30‘ lang bis zur Pause. Und jeder einzelne Spieler für sich, womit wir schon bei der 2. Säule sind: der Bindung.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Hier zeigte sich eine „nichtfussballerische“ Spitzenqualität des französischen Teams: ohne verbale Reflexion und  Übereinkunft mussten sie den Rückstand aushalten, jeder einzelne für sich allein und alle gemeinsam als Team.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als 3. Säule wirkte die Lösungsorientierung – auf deren Belohnung sie allerdings bis nach der Pause warten mussten, bis zu jenem Ausgleich in der 57. Minute. Und bis hier trug die 4. Säule, der gesunde Optimismus oder auch bezeichnet als Verlassen der Opferrolle. Dies gab ihnen die Zuversichtsgrundlage, den Ausgleich zu schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verantwortung übernehmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als 5. Säule wirkte die individuelle Selbstwahrnehmung und darin die Bereitschaft jedes einzelnen, Verantwortung zu übernehmen. Und hier war deutlich sichtbar: Es ging um die Verantwortung für das aktive Handeln, nicht jene der Vermeidung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wieviel die 6. Säule, jene der Selbstreflexion, hier im Moment auf dem Spielfeld mitgewirkt hat, dürfte als Frage offen bleiben. Es ist eher anzunehmen, dass diese als Grundlage aus dem langfristigen Mannschaftscoaching so verinnerlicht war, dass sie bei den einzelnen Spielern under gesamten Mannschaft zuverlässig wirkte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und schliesslich als 7. Säule buchstäblich im Spiel war die Selbstwirksamkeit bei jedem einzelnen Spieler. Die innere Sicherheit, wirksam nach vorne schauen und am Spielverlauf teilnehmen und ihn wirksam beeinflussen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese 7. Säule ist ein zentrales Element all jener Aktivitäten, die mit nichtgreifbaren Produkten zu tun haben, die naturgemäss nicht exakt festgehalten werden können. Gemachte Fehler können hier ausschliesslich durch zukünftige Verhaltenskorrektur ausgeglichen werden. Dazu gehören etwa auch Musik oder Tanz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Gegensatz etwa zum Handwerk, der Rechtsprechung oder der bildenden Kunst: Ein technisches oder künstlerisches Werkstück kann meistens durch Wegnahme oder Zutun von Material korrigiert werden, ein Rechtsbeschluss durch eine Revision neu ausgerollt und anders beurteilt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Revanche
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und genau die oben anhand der französischen Führungsübernahme geschilderten Vorgänge wirkten bei erneutem Vorpreschen der Schweizer Mannschaft durch Goals in der 75., 81. und sage und schreibe 90. und damit letzten Spielminute.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein solches Penaltyschiessen, wie wir es am Ende dieses Matches sehen konnten ist nichts anderes, als die bis nahe an den Wahnsinn getriebene Herausforderung der Resilienz jedes einzelnen Spielers und aller Spieler im Team mitsamt ihren Funktionären am Spielfeldrand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und im Fall von Kylian Mbappè, der den 5. Schuss der Franzosen verschossen hat (indem er ihn für den Goalie Yann Sommer erreichbar machte), dürfte einige Unterstützung gebraucht haben, um resilient aus seinem „Versagen“ herauszugehen, was so viel bedeutet, dass er nicht später unbewusst an diesem Misserfolg wie an einem unsichtbaren mentalen Stolperfaden hängen bleibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spannend
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was im Gegensatz zu vielen anderen Fussballspielen so beeindruckend war: Die hohe Spannung und wirksame Resilienz, die bei jedem einzelnen Spieler beider Mannschaften und bei beiden Teams insgesamt sichtbar waren. Und die wir Zuschauer dankbar und begeistert als knisternde Spannung erleben durften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine andere Resilienz am Rande:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Resilienz war dann auch von jener Gruppe von Fussballfans gefordert, die plötzlich in Bukarest feststellten, dass sie nicht am eigentlichen Ziel ihres EM-Ausfluges waren: sie wollten nach Budapest. Statt der oben geschilderten 7 Säulen zur psychischen Resilienz hätte hier der simple vorbeugende Griff zu einem Atlas oder das Aufrufen von Google Maps geführt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wünsche mir, dass wir als Gesellschaft insgesamt etwas resilienter wären. Und da kann Humor helfen. Humor als Instrument, die Sache von verschiedenen Seiten zu betrachten: eine Viel-Sicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 28 Jun 2021 23:44:57 GMT</pubDate>
      <author>183:823755818 (Nils W. Bräm)</author>
      <guid>https://www.viel-sicht.net/resilienz-auf-dem-fussballrasen-bukarest-28-6-2021</guid>
      <g-custom:tags type="string">agil,Fussball,systemisch,Stress,Hormon,Sport,Stressbewältigung,Resilienz,Lösung,Agilität,Team,Nerven,gemeinsam</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Wert-vollen Diskussionen – und woher sie kommen.</title>
      <link>https://www.viel-sicht.net/die-wert-vollen-diskussionen-und-woher-sie-kommen-ein-plaedoyer-fuer-vielfalt-vol-i</link>
      <description>Warum wir Fragen als Kommunikations-Instrument benötigen - je mehr interkulturelle Begegnung, umso mehr wird eine Fragekultur zur schlichten Notwendigkeit.
Ein Plädoyer für Vielfalt - Vol. I</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Plädoyer für Vielfalt – Vol. I
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unverständnis überall …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kennen Sie das? Ihr Mann hört Ihnen einfach nicht zu? Oder er weicht aus auf Ihre Frage, ob er Sie noch liebe. Ihr 12-jähriger Sohn dagegen kippt immer wieder das Glas um. Ihre Frau beschwert sich über die Zahnpaste im Waschbecken. Ihr Arbeitskollege hält Ihnen vor, dass sie ihm ins Wort fallen, Sie dagegen finden seine Beiträge lähmend nichtssagend. Sie halten Ihren Nachbarn für einen Rassisten. Oder etwa die Nachbarin für unmoralisch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Symptomtherapie oder Ursachentherapie?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt unzählige Anleitungen, Ratgeber, Berater und schliesslich noch die gutmeinenden Ratschläge Ihrer Umgebung, die auf diese Nöte mehr oder weniger hilfreiche Antworten parat haben. Und vielfach über Symptompflästerchen vor dem Hintergrund jeweils eigener Erfahrungen nicht hinaus kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie bei einer sich wiederholenden Krankheit wäre es doch sinnvoll, die Ursachen zu untersuchen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und in diesen Missverständnissen sind die eigentlich grossenteils bekannt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Männer sind anders, Frauen auch. Und noch viel mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Wissenschaft hat herausgefunden“ … was ich hier grob so zusammenfasse:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Etwa die Hälfte unserer Verhaltensweisen hat Ihren Grund in genetischer Prägung, die auf der Basis von Erbgut mit Hormonen und Zellstrukturen angelegt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vereinfacht: Genau so, wie es äusserliche Unterschiede zwischen den Menschen gibt, gibt es Unterschiede im Aufbau der Gehirnstrukturen, die genetisch bedingt sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die andere Hälfte der Verhaltensweisen gilt als soziokulturell geprägt. Das heisst durch das, was wir von Eltern, Freunden, Lehrern, Polizisten, Nachbarn etc. in Ritualen und Routinen schon von der Zeugung an und erst recht nach der Geburt vorgelebt bekommen und daran zunehmend aktiv teilnehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Abgrenzung ist nun nicht klar definiert, die Bereiche beeinflussen sich gegenseitig. Und zwar in ihren Phasen und Stärken von Mensch zu Mensch nicht ganz gleich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zurück zu den Konflikten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während wir als Gesellschaft für unser Zusammenleben bestimmte Regeln aufgestellt haben und deren Befolgung mehr oder weniger gut finden, sie einhalten und sie überwachen (oder auch nicht), geben wir unserer gemeinsamen Lebenswelt eine Struktur.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nebenbei: auch bewusst ungeregelte Bereiche können wir als geregelt bezeichnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Regeln werden aufgrund von Werten aufgestellt, die jeder von uns hat, als Einzelperson und wiederum als Personengruppe. Normalerweise suchen wir uns im Leben ein Umfeld mit Menschen, die unseren Werten einigermassen entsprechen oder mit Werten, mit denen wir umgehen können. Wir kennen solche Werte etwa wie Ehre, Freiheit, Sparsamkeit, Leistung, Status und andere.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie intensiv wir die Nähe zu solchen Wertegemeinschaften suchen und wie wichtig sie für uns im Alltag sind, hängt wiederum vom individuellen Drang nach Zugehörigkeit ab; auch dies ein Wert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Solche Umfeldgruppen finden wir in der Familie, im Sport, im Beruf, in Glaubensgruppierungen, in der Politik. Kurz: In allen Lebensbereichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jeder Mensch bewegt sich in mehreren zum Teil recht unterschiedlichen Gruppen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Persönliche Werte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Genau so, wie unser Denken von Mensch zu Mensch nicht ganz gleich ist, sind unsere persönlichen Werte nicht ganz gleich. Und in der Folge blicken wir nicht ganz gleich auf diese gemeinsamen Regeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das erzeugt laufend Verhandlungsbedarf. Und weil früher und jetzt nicht gleich ist, müssen auch bewährte Regeln immer wieder neu verhandelt werden. Ob dies das Hygieneverhalten vor, während oder nach einer Pandemie betrifft, ob das die Verhaltensregeln für unsere Kinder, Direktionsregeln in einem Projekt, Gesprächsregeln im Unterricht, Verkehrsregeln sind – es ist im Prinzip übertragbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gefühle sind immer richtig!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Herausforderungen – sei es durch Übereinstimmung oder Abweichung der Werte - erzeugen bei jedem von uns Gefühle, schwächere oder intensivere, angenehme oder unangenehme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese hängen in ihrer Art und Stärke wiederum von verschiedenen Einflussfaktoren ab: etwa vom Lebensalter, der eigenen tatsächlichen oder gefühlten Machtposition, dem kognitiven Verständnis (Denk-Verständnis), von der Ernährung (Alkohol, Fett, Nikotin, Zucker, Cannabis, Protein, ...) und anderen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle diese Einflüsse bewirken, wie unser Gehirn und der übrige Körper damit umgeht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die individuellen Unterschiede in unserer Gehirnstruktur, unsere Hormone (über die Blutbahnen) und die Neurotransmitter (Botenstoffe über die Nerven) wirken in diesen Abläufen mit – und auch das von Mensch zu Mensch nicht ganz gleich ausgeprägt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Und bei den Hormonen sind wir wieder bei den Unterschieden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der Gehirnstrukturen können, dürfen, müssen wir sagen: Diese Gefühle sind von uns nicht beeinflussbar – auf das limbische Zentrum (da entstehen die Gefühle) haben wir keinen direkten Einfluss.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Und daraus folgt: Gefühle sind immer richtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und doch …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist das kein Freibrief für Mord und Totschlag!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn: Wie wir mit diesen Gefühlen umgehen, wo und wie wir sie erkennen, deuten, uns darauf einlassen (oder eben nicht) und welche Handlungsweisen wir daraufhin zulassen, darauf haben wir einen gewissen Einfluss – und können den auch ausbauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fragen stellen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um die gefühlsbedingten Handlungsweisen beeinflussen und kontrollieren zu können, müssen wir unsere eigenen Gefühle erkennen, benennen und zunehmend verstehen lernen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn das nie ganz gelingen wird: Wir können uns daran herantasten, forschen, suchen, fragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das fällt den einen leichter, den anderen schwerer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und das Schöne: Das hat nicht zwingend mit einem hohen IQ oder einer umfangreichen Schulbildung zu tun!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe noch nie jemanden erlebt, der grundsätzlich nicht fragen könnte und den Weg der Eigenbeforschung nicht hätte entwickeln können. Dabei kann ich auf ein Erfahrungsfeld vom Neugeborenen bis zum fast 100-Jährigen, vom mehrfach schwerstbehinderten bis zum höchstbegabten Menschen zurückgreifen – oder in Zahlen ausgedrückt: auf einen IQ-Bereich von deutlich unter 60 bis 175!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lasst uns deshalb mehr Fragen stellen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 05 May 2021 20:45:58 GMT</pubDate>
      <author>183:823755818 (Nils W. Bräm)</author>
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